Welches Objektiv soll ich kaufen? - Teil 1

 

 Wichtige Faktoren bei der Auswahl eines Objektivs:

 

- Die Blende

- Der Bildsensor

- Woran erkenne ich ein Vollformatobjektiv - Tabelle

- Objektivarten (wird demnächst in Teil 2 erläutert)

- Zusammenfassung (wird demnächst in Teil 2 erläutert)

 

Die Blende:

 

Die Blende ist ein sehr wichtiges Werkzeug für einen Fotografen. Damit können wir selber bestimmen, ob nur das Objekt oder gar das ganze Bild scharf sein soll.

 

Objektive mit einer sehr offenen Blende (f1,8) lassen viel Licht durch. Dadurch kann man das fokussierte Objekt wunderbar vom Hintergrund freistellen. Bei einer geschlossenen Blende (f16) kommt dementsprechend wenig Licht durch. Durch die Bündelung der einzelnen Lichtquellen erhält das Bild eine höhere "Tiefenschärfe". 

 

Natürlich gibt es nicht nur Blende f 1,8 und f 16 sondern auch viele Stufen dazwischen, drunter und drüber! 

 

Die meisten Standardobjektive haben eine Blende von 4.5-5.6. Nicht immer lässt sich damit der gewünschte Unschärfeeffekt erzeugen.

 

 

Der Bildsensor

 

Bei den System- und Spiegelreflexkameras unterscheidet man zwischen dem APS-C (Crop-Format) und dem sogenannten Vollformatsensor. 

Der Vollformatsensor wird von Profis genutzt und kostet dementsprechend viel (je größer der Sensor, desto mehr Details werden sichtbar). Das gängigste Format für den Einsteiger ist das APS-C Format (z.B. Nikon D5300, Canon 750D, Sony A6000,...). 

 

Aber nicht nur der Bildsensor in den Kameras unterscheidet sich, es gibt extra Objektive für jeden Sensor.

 

Der APS-C Sensor verlängert Vollformatobjektive um den Faktor 1,5. So wird aus einem 50mm Vollfomatobjektiv plötzlich ein 75mm Objektiv. Ein Vollformatobjektiv an einer APS-C Kamera ist also nicht weiter schlimm, man muss nur den Faktor und den damit kleineren Bildausschnitt berücksichtigen. 


Das Beispiel zeigt den Ausschnitt eines 50mm Vollformatobjektivs an einer Kamera mit APS-C Sensor. (farbiger Bereich) Der graue Bereich zeigt den Bildausschnitt, den das 50mm an einer Kamera mit Vollformatsensor hätte

Wenn man das ganze umkehrt und ein APS-C Objektiv an einer Vollformatkamera nutzen möchte, sieht die Sache anders aus! Hier wird aus einem 50mm APS-C Objektiv schnell ein 33,33mm. Es kann passieren, dass Verzeichnungen (Verzerrungen an den Rändern) und komische schwarze Rahmen um das Bild entstehen.

 

Also aufpassen mit APS-C Objektiven am Vollformat! Allerdings haben viele Vollformatkameras mittlerweile einen APS-C Modus, mit denen das verwenden von APS-C Objektiven kein Problem mehr ist.

 

 

Woran erkenne ich ein Vollformat- oder APS-C Objektiv?

 

Da ich selber immer wieder bei den verschiedenen Herstellern nachschlagen muss, habe ich hier in einer kurzen Tabelle die wichtigsten Hersteller zusammengefasst.

Hersteller APS-C Bezeichnung Vollformatbezeichnung
Nikon DX (Nikon) FX (Nikkor)
Canon Canon EF-S Canon EF
Sigma DC DG
Tamron DI II DI
Tokina DX FX

 

Bei Walimex Pro und Sony ist es leider nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Bei Sony muss man auf den richtigen Anschluss (A oder E-Bajonett) achten und Walimex Objektive haben keine spezielle Bezeichnung.

Hierfür bin ich bisher immer auf die Website von Walimex-Pro gegangen und habe mir das Format ausgewählt, welches ich benötige. Daraufhin werden einem die unterschiedlichen Objektive vorgeschlagen.

 

In Teil 2 werde ich euch die verschiedenen Objektive und dessen Einsatzbereiche vorstellen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0